Dieser Artikel ist unter dem Titel „Mit der richtigen Grundhaltung zu gelungenen Begegnungen und erfüllenden Beziehungen“ auf diePsyche.com erschienen.

Die drei folgenden zwischenmenschlichen Aspekte sind der Psychotherapie entliehen: Empathie, Wertschätzung und Echtheit. Diese Aspekte können sich aber auch in alltäglichen Beziehungen als wertvolle und bereichernde Grundpfeiler der Zwischenmenschlichkeit bewähren. Gerade in der Beziehung oder Kommunikation mit Menschen, die man als schwierig, unangenehm oder destruktiv erlebt, kann es von besonderer Bedeutung sein, dem Gegenüber mit der Grundhaltung bestehend aus Empathie, Wertschätzung und Echtheit entgegenzutreten.

Unter Empathie versteht man das Einfühlungsvermögen, welches einem befähigt, die Gefühle des anderen nachzuempfinden. Dabei geht es nicht um die Übernahme dieser fremden Gefühle. Viel wichtiger ist es, dass man seinem Gegenüber durch die eigene einfühlende Haltung vermittelt, dass man versteht, was der andere emotional erlebt. Dies hat einen sehr verbindenden Charakter.

Durch eine gegenseitige Wertschätzung, entsteht zwischen den Gespräch- oder Beziehungspartnern eine Atmosphäre der Akzeptanz. Dabei geht es nicht darum, die Meinung des anderen einfach hinzunehmen. Man kann den anderen niemals zur Gänze verstehen, wenn man ihn oder das Gesagte nicht akzeptiert. Durch diese akzeptierende Haltung gibt man jemanden oder etwas Wert, man wertschätzt somit.

Erst wenn das eigene Auftreten und Verhalten durch Echtheit geprägt ist, kann es zu nahen zwischenmenschlichen Begegnungen kommen. Das Gegenüber erfährt durch diese Haltung, wer man wirklich ist. Man sollte keine Fassade aufbauen oder eine Rolle spielen. Wenn man nicht man selbst ist, macht es auch nur wenig Sinn, sich wertschätzend oder einfühlsam zu zeigen.

Gelingt es die Grundhaltungen der Empathie, Wertschätzung und Echtheit in das persönliche Verhalten zu integrieren, wird dies nicht nur zu mehr positiver Resonanz im Gegenüber führen. Man selbst wird sich durch die adäquaten Reaktionen von außen besser kennenlernen. Die dadurch ausgelöste Selbsterfahrung führt schließlich zu mehr Selbstverwirklichung und Lebenszufriedenheit. ( … )“

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Finde ich gut, wie hier Echtheit im eignen Verhalten als Voraussetzung beschrieben wird für nahe und eben echte Begegnungen. Hinzufügen möchte ich, dass der Schlüssel um das hier Dargestellte verwirklichen zu können, ein guter Kontakt mit den eigenen Gefühlen ist. So lange ich von meinen eigenen Gefühlen getrennt bin, werde ich nicht nur von mir selbst getrennt sein, sondern eben auch von meinen Mitmenschen. Erst wenn ich meine eigenen Gefühle vollständig annehmen kann, werde ich beides können: Echt-Sein und Emphatie und Wertschätzung für mein Gegenüber haben. Hier mehr zum Thema negative Gefühle …

 

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