Übung: „Selbstliebe trotz Einwänden“

Videos, Audio und weitere Hinweise

Hier drei Videos zur Übung Selbstliebe trotz Einwänden aus den Büchern: „Selbstliebe und Entfaltung“ bzw. „Negative Glaubenssätze?“ Sie sind für Leser dieser Bücher gedacht und ohne diesen Hintergrund nicht vollständig zu verstehen.

Der Text zur Übung aus "Selbstliebe und Entfaltung"

Übung 1: Selbstliebe trotz Einwänden

Diese Übung ist einfach aufgebaut, aber enorm wirksam. Sie ermöglicht dir, Zugang zu dem Kern von Selbstliebe in dir zu bekommen – auch wenn er noch so klein und verschüttet ist. Darauf aufbauend kannst du dann deine Selbstliebe bewusst stärken und vertiefen – und alle begrenzenden Hindernisse auflösen.
Mir liegt viel daran, dass du das ganze Potenzial dieser Übung ausschöpfen kannst. Wenn dir das nicht auf Anhieb gelingt, findest du deshalb nach der Beschreibung eine Reihe von Hinweisen zu den möglichen Stolpersteinen. Außerdem enthält die Miniserie neben der Audio-Begleitung der Übung auch ein paar Videos, in denen ich sie dir noch anschaulicher erklären kann. Mehr zur Miniserie weiter unten.

Um mit dem Kern deiner Selbstliebe Kontakt aufzunehmen, nutzt du bei dieser Übung gesprochene Sätze. Wichtig ist, dass du die Sätze nicht mechanisch aussprichst (es ist nicht die Wiederholung, die hier wirkt) sondern mit innerem Lauschen und Hinspüren.

  1.  Du sagst: »Ich liebe mich, so wie ich bin!« und spürst dabei das Ausmaß, zu dem sich das wahr anfühlt und Raum in dir hat.
  2. Du spürst zu dem Ausmaß hin, zu dem sich das wahr anfühlt und atmest langsam und tief ein, so als wolltest du dich ganz mit diesem Gefühl, ­dieser Qualität von Selbstliebe anfüllen. (Wenn du kein noch so kleines Ausmaß an Selbstliebe ­spüren kannst, verbindest du dich mit der Sehnsucht, dich vollständig lieben zu können.)
  3. Bei Schritt 1 und 2 können die Beschränkungen deiner Selbstliebe in Form von Einwänden ­deutlich werden. (Zum Beispiel: »Das glaubst du ja selbst nicht!«, »Aber ich bin doch so …«). Wenn so ein Einwand kommt, sprichst du ihn zur Seite hin aus und beginnst wieder bei Schritt 1.

Hinweise
Das Aussprechen zur Seite wirkt wie ein Aussortieren. Die Einwände, die bisher »auf deiner Selbstliebe saßen« und verhinderten, dass dich deine Selbstliebe vollständig ausfüllen konnte, »räumst du zur Seite«. Das ist nicht wie ein Wegschmeißen zu verstehen, sondern eher wie ein Sortieren. Wenn du nun wieder bei Schritt 1 und 2 deine Selbstliebe bekräftigst und ausweitest, kannst du im Geiste die Einwände mit einbeziehen und darüber ­hinaus gehen.
Der Kern deiner Selbstliebe wird nach und nach stärker spürbar, nimmt mit jedem Einwand, den du zur Seite räumst, mehr Raum ein, bis dich deine natürliche Selbstliebe vollständig ausfüllen kann.
Manchmal wirst du den Einwand nicht als Gedanken oder innere Stimme wahrnehmen, sondern vielleicht als Druck auf der Brust oder als ablehnende Haltung, die du nicht in Worte fassen kannst. Du kannst dich dann zum Beispiel schütteln oder auch einen Ton machen und diesen zur Seite hin ausdrücken.

Wenn du diese Übung mit genügend innerem Kontakt durchführst, können schon fünf Minuten ausreichen, um dich mit der Basis deiner Selbstliebe zu verbinden. Falls du diese Übung öfter praktizierst, reduziert sich die Zeit immer mehr, bis du dich in kürzester Zeit mit deiner Selbstliebe verbinden kannst.
Einwand: »Ich habe nicht einmal ein kleines Ausmaß von Selbstliebe in mir.«
Zumindest hast du einen Teil in dir, der sich danach sehnt, sonst würdest du dieses Buch nicht lesen. Dieser Teil, der sich nach Selbstliebe sehnt, weiß auch, wie sich Selbstliebe anfühlt, sonst wüsste er nicht, dass sie ihm fehlt. Verbinde dich zum Anfang der Übung mit der Sehnsucht nach Selbstliebe.

Einwand: »Ich finde keinen Zugang zur Übung!«
Wenn jemand das zu mir sagt, braucht es meist nur ein paar Fragen, um herauszufinden, wo er ins Stolpern gekommen ist und den Weg zu sich selbst verlassen hat. Meistens ist es eine von drei Stellen, an denen wir hier in die Irre gehen.

Die Erste: Wenn wir die Übung zwar äußerlich korrekt durchführen, aber zum Beispiel die Sätze zu mechanisch ­sagen, fühlen sie sich nach nichts an, und wir bekommen keinen Zugang zur Übung. Es gilt dann, sich stärker mit d­er Aussage des Satzes zu verbinden und auf alle Kanäle der Wahrnehmung zu achten: Bilder, Gedanken, innere Stimmen, Körperempfindungen und Gefühle. Dazu ist es gut, nur etwa 30 Prozent unserer Aufmerksamkeit auf das Sprechen des Satzes zu richten und die übrigen 70 Prozent auf das innere Geschehen. Auch die Art des Sprechens zu variieren, kann helfen: Mal sprechen wir ganz normal, mal flüstern wir, dann wieder sagen wir den Satz mit aller Bestimmtheit.
Ähnliches gilt, wenn wir so mechanisch atmen, wie wir es vielleicht in einer Gymnastik täten. In der Beschreibung der Übung sage ich nicht umsonst: atme sanft und langsam. Hier möchte ich noch hinzufügen: Lass deinen Atem wie ein sanfte Berührung sein, mit der du deine inneren Räume und Gefühle erkundest. Auf diese Weise hilft dein Atem, dich mit deinen Gefühlen zu verbinden – auch mit dem Gefühl von Liebe zu Dir selbst. Wenn du dann Kontakt zur Liebe hast, kannst du sie vertiefen, indem du sie mit großen Atemzügen aufnimmst und sich in dir ausbreiten lässt.

Die zweite Stelle: Wenn wir eine bestimmte Wirkung erwarten, verpassen wir, was tatsächlich passiert – und es passiert immer etwas, wenn wir uns beim Sprechen mit der Aussage des Satzes und dem Sinn der Übung verbinden. Unsere Erwartung loszulassen und uns den kleinen Veränderungen in unserem Inneren zuzuwenden, bringt uns dann wieder auf die Spur.
Tatsächlich beginnt die Übung zu funktionieren, sobald wir mit ihr anfangen. Alles was dann währenddessen passiert, ist Teil der Übung. Man muss es nur als solches nehmen. Beispiel: Sobald du die Übung beginnst, gehen dir all die Dinge durch den Kopf, die du noch für die Familie oder die Arbeit machen musst; du sagst dir selbst, dass du nicht in die Übung reinkommst – und brichst sie ab. Im Grunde aber bist du bereits mitten drin. Du könntest bei der Übung bleiben und zur Seite aussprechen: »Aber ich muss doch erst noch so viel tun!«

Die Dritte: Zwischen unseren Gedanken und Gefühlen kann eine Kluft entstanden sein, die nicht im ersten Anlauf zu überspringen ist. Die gute Nachricht: Indem wir bei dieser Übung immer wieder die Verbindung zwischen der Aussage des Satzes und unseren Gefühlen suchen, wächst beides wieder zusammen. Die nötige Geduld lohnt sich auf jeden Fall. Zum einen entpuppt sich diese Übung am Ende immer als erstaunlich effektiv, zum anderen bereichert es alle Lebensbereiche, wenn wir die Verbindung von Gedanken und Gefühlen stärken. Manchmal kann auch ein kleiner Umweg als Starthilfe dienen: Wir nutzen dabei erst einmal die zweite Übung, um Kontakt zur Selbstliebe zu bekommen und kehren damit zu dieser Übung zurück.
Wenn keiner dieser Hinweise weiterhilft, ist persönlichere Unterstützung gefragt. Du kannst dazu beispielsweise eine Viertelstunde Übungsbegleitung bei mir nehmen oder auch die Miniserie nutzen und dort deine Fragen in der Kommentarbox unter den Übungen stellen.

Traurigkeit: Wenn bei dieser Übung Traurigkeit aufkommt, nehmen das manche zum Anlass, mit der Übung aufzuhören. In dieser Traurigkeit zeigt sich jedoch gerade der Teil in uns, der sich schon lange danach sehnt, Selbstliebe zu spüren und daraus leben zu können. Es ist dann gut, zu diesem Anteil hin zu spüren und ihn in die Selbstliebe mit einzubeziehen.

Die Videos lassen sich nach dem Anspielen rechts unten auf Vollbildmodus stellen.

Einführung
Wie diese Übung wirkt

Falle
Eine häufige Schwierigkeit

Übungsbeispiel
Ich mache es kurz vor

Fragen zur Selbstliebe

Hier ein paar Antworten zu den häufigsten Fragen zum Thema Selbstliebe. Wenn du weitere generelle Fragen hast, nutze bitte die Kommentarbox unten, damit ich auf die Fragen eingehen kann.

„Führt Selbstliebe nicht zu Egoismus?“
Im Gegenteil. Egoismus entsteht wenn wir nicht genug Selbstliebe haben. Dann sind wir innerlich abgetrennt und leer und versuchen das Loch zu füllen; mit äußerer Anerkennung, Prestige und Macht.

Selbstliebe ist die Kur für Egoismus. Wenn du dich bei einem egoistischen Gedanken beobachtest gebe dir eine Extra-Portion Selbstliebe und du wirst erleben wie der Egoismus schmilzt wie Eis in der Sonne.

„Aber ich muss doch erst noch Einiges an mir verändern?“
Diese Einstellung ist das Ergebnis der bisherigen Erziehung und Kultur. Sie besagt, dass du so wie du bist, nicht liebenswert bist. Erst musst du …. verändern und … erreichen.

Tatsache ist, dass deine pure Existenz ein Wunder ist. Du kommst mit einer ganz eigenen Sicht auf die Welt und mit deiner eigenen Art zu sein. Ein weiterer Punkt: Jedes Mal wenn du kritisiert wurdest, wurde gleichzeitig (und unterschwellig) mit vermittelt, dass Motivation zur Veränderung durch Kritik entsteht. Ja vielleicht entsteht so auch eine Art von Motivation. Aber was für eine Art? Es ist eine Motivation, die aus der Vermeidung von Kritik und Liebesentzug besteht, es ist eine Motivation aus Angst.Brauchen wir diese Art der Motivation mit all ihren Nebenwirkungen (Abtrennung von uns selbst, ständigem Stress, Behinderung des Lernens)?

Tatsache ist, dass wir durch das motiviert werden, von dem wir mehr wollen. Wenn wir uns selbt lieben können, sind wir mit unseren Herzenswünschen in Kontakt. Wenn wir uns ausreichend lieben, um sie verwirklichen zu wollen, bringt das unsere Entfaltung ganz natürlich voran. Und wenn es innere Barrieren gibt, die uns daran hindern, dann deswegen weil es augeklammerte Anteile in uns gibt, die in alten Verhaltensweisen festgefahren sind und nun unserer weiteren Entfaltung entgegen stehen.Was brauchen diese Anteile, um wieder im Gesamt-Konzert unserer Seele mitspielen zu können? Sie brauchen, dass wir sie in unsere Selbstliebe mit einbeziehen. Nicht liebeschmälernde (Selbst-) Kritik ist das was uns weiter bringt, sondern bedingungslose Selbstliebe. Ausführlich habe ich das in dem E-Book „Selbstliebe und Entfaltung“ beschrieben.

„Wie kann ich mich lieben, wenn ich mich gar nicht kenne?“

Eine der Konsequenzen fehlender Selbstliebe ist, dass wir den natürlichen Kontakt zu uns selbst verlieren – und dann immer auf der Suche sind. Wenn du sagst: “Ich liebe mich so, wie ich bin”. Dann beginnst du bei dem, was du von dir kennst, und wie bei einer Zwiebel kommst du Schicht für Schicht immer näher an deine Essenz.

Zusammenfassung des Übungsablaufs

Du nimmst Kontakt auf zu dem Kern von Selbstliebe in dir, auch wenn er noch so klein ist. Das ermöglicht dir, deine Selbstliebe bewusst zu stärken und auszuweiten.

Du nutzt dazu gesprochene Sätze. Wichtig ist, dass du die Sätze nicht mechanisch aussprichst (es ist nicht die Wiederholung, die hier wirkt) sondern mit innerem Lauschen und Hinspüren.

  1. Du sagst: „Ich liebe mich, so wie ich bin!“ und spürst dabei das Ausmaß, zu dem sich das wahr anfühlt und Raum in dir hat.
  2. Du spürst zu dem Ausmaß hin, zu dem sich das wahr anfühlt und atmest langsam und tief ein, so als wolltest du dich ganz mit diesem Gefühl, dieser Qualität von Selbstliebe anfüllen. (Wenn du kein noch so kleines Ausmaß an Selbstliebe spüren kannst, verbindest du dich mit der Sehnsucht, dich vollständig lieben zu können.)
  3. Bei Schritt 1 und 2 können die Beschränkungen deiner Selbstliebe in Form von Einwänden deutlich werden. (Zum Beispiel: „Das glaubst du ja selbst nicht!“, „Aber ich bin doch so …“). Wenn so ein Einwand kommt, sprichst du ihn zur Seite hin aus und beginnst wieder bei Schritt 1.

Hinweis: Das Aussprechen zur Seite wirkt dabei wie ein Aussortieren. Die Einwände, die bisher verhindert hatten, dass dich deine Selbstliebe vollständig ausfüllen konnte, „räumst du zur Seite“. Wenn du nun wieder bei Schritt 1 und 2 deine Selbstliebe bekräftigst und ausweitest, kannst du im Geiste die Einwände mit einbeziehen und darüber hinaus gehen.

Ergebnis: Der Kern deiner Selbstliebe wird nach und nach stärker spürbar, nimmt mit jedem Einwand, den du zur Seite räumst, mehr Raum ein, bis dich deine natürliche Selbstliebe vollständig ausfüllen kann.

Option Übungsbegleitung

Wenn es dir trotz dieser Videos nicht gelingt „in die Übung reinzukommen“ biete ich dir eine gezielte Unterstützung an. Ich begleite dich eine halbe Stunde bei der Übung, führe dich über die Hürden und helfe dir, die Übung optimal zu nutzen. Kostenpunkt: 39 Euro.

(Auch wenn dir die Übung alleine schon gelingt, du aber das Beste für dich dabei herausholen willst, ist dieses Angebot etwas für dich). Schreibe mir dazu einfach eine kurze Email mit Terminvorschlägen (nachmittags) an: [email protected][/toggle]

Audio Einführung

Wenn du dich durch diese Übung führen lässt (6:45 min.), erleichtert das den Schritt, sie dann ohne Begleitung in deiner eigenen Zeit durchzuführen.

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