Dieser Artikel ist unter dem Titel: „Stressbedingtes Ungleichgewicht führt zu ernstzunehmenden seelischen und körperlichen Beschwerden“ auf diePsyche.com erschienen. In ihm werden eindrücklich die Folgen unserer überstressten Zeit dargestellt. Lesenwert.

„In vergangenen Zeiten verschaffte die körperliche Stressreaktion dem Menschen einen Überlebensvorteil. In Gefahrensituationen war man schnell in der Lage sich zur Wehr zu setzten oder zu flüchten. Dieses Verhalten ist aber heutzutage in den wenigsten Fällen angebracht. Die durch die Stressreaktion bereitgestellte Energie für eine Flucht oder einen Kampf wird somit nicht abgebaut. Dies kann zu einer Verstopfung der Blutbahn durch Fett, Zucker oder verklumpende Blutplättchen führen. Es kann zu Arteriosklerose und Infarkten in Herz, Lunge oder Gehirn kommen.

Leider ist es in der modernen Welt oft der Fall, dass der Mensch diversen Dauerbelastungen und somit auch Dauerstress ausgesetzt ist. Der Körper kann mit Stressreaktionen aber nur eine bestimmte Zeit umgehen. Und so ist es der Fall, dass man bei länger andauernden Stressphasen in ein Erholungs- und Entspannungsdefizit gerät. Derartig langanhaltende Stressphasen können Schäden bei wichtigen Organen aber auch auf neuronaler Ebene anrichten. Außerdem wirkt sich Dauerstress negativ auf die Gedächtnis- und Konzentrationsleistung aus.

Bei kurz andauernden Stressbelastungen kommt es durch das ausgeschüttete Noradrenalin zu immunstimulierenden Effekten und somit kurzfristig zu einem erhöhten Schutz gegen Fremdkörper und Krankheitserreger. Bei länger andauernden Stressbelastungen kommt es jedoch zu einer nachhaltigen Schwächung des Immunsystems. Somit ist der Körper krankheitsanfälliger gegenüber Infektionen. Forschungsergebnisse zeigten, dass es außerdem einen Zusammenhang zwischen psychischen Belastungen, verminderter Immunkompetenz und dem Wachstum von Tumorzellen während einer Krebserkrankung gibt.

Gesundheitliches Risikoverhalten und Stress bedingen sich gegenseitig. Das bedeutet, dass man in Stresssituationen vermehrt zu gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen neigt und somit die Stressreaktion zu kompensieren versucht. Gleichzeitig schwächt dieses gesundheitliche Risikoverhalten unseren Körper und verringert folglich die allgemeine Belastbarkeit und trägt zu einer rascheren Erschöpfung der Widerstandskräfte bei.

Chronischer Stress spielt bei einer Vielzahl von Erkrankungen eine große Rolle. Neben den körperlichen Beschwerden kann es auch zu massive Störungen des psychischen Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit kommen. Nicht umsonst spricht man in der Depressionsforschung von der sogenannten Stressdepression an der laut Studien ungefähr 20 % der Bevölkerung erkrankt sein sollen. Stressprävention ist daher in der heutigen Zeit für die Aufrechterhaltung der seelischen Gesundheit unumgänglich.“

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Der Artikel stellt die Folgen von übermäßigem Stress eindrücklich dar. Stressprävention sollte jedoch meiner Meinung nach auch die emotionale Ebene einschließen. Denn die äußeren Herausforderungen und emotionalen Belastungen lösen auch solch „negative“ Gefühle wie Wut, Angst und Traurigkeit aus. Wenn wir damit nicht umzugehen wissen, entsteht ein emotionaler und energetischer Rückstau, der den Stress-Pegel exponential ansteigen lässt. Hier einen neuen Umgang mit den „negativen“ Gefühlen zu finden ist von zentraler Bedeutung. Mehr dazu hier: Negative Gefühle verstehen …

 

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