Wenn wir unsere Wünsche ernst nehmen und uns daran machen, sie zu verwirklichen, wird oft ein wichtiger Faktor übersehen: das “Gesetz der Integration“.

Das besagt, dass wir vor allem dann Chancen haben, einen Wunsch zu verwirklichen oder zu “manifestieren“, wenn alle unseren inneren Anteile mit dem erwünschten Resultat einverstanden sind und überzeugt, dass es möglich ist, es zu erreichen. Gibt es jedoch unbewusste Anteile, die etwas gegen die Erfüllung unseres Wunsches haben, Angst es nicht zu schaffen oder Zweifel, dass es möglich sei, können diese nämlich sonst unseren Erfolg erschweren oder sabotieren.

Solche Anteile per Positives Denken noch tiefer ins Unterbewusstsein abzudrängen, hilft nicht. Im Gegenteil: Wir brauchen dann die Möglichkeit, diese quer stehenden Anteile wahrzunehmen und zu integrieren. Nur so können wir deren Sperrpotenzial neutralisieren. Die Empfangsbereitschafts-Übung, meist kurz 100%-Übung genannt, ist ausgesprochen effektiv darin, genau das zu bewirken! Es lohnt sich auf jeden Fall sie zu meistern.

Am Besten du schaust dir erst das kurze Video an. (Rechts unten kannst du es mit einem Klick auf Vollbild-Format stellen). Danach kannst du dann die Übung durchführen, indem du dich von meiner Stimme führen lässt. (Audio-Player unter dem Video). Wenn du die Übung ein paar Mal so gemacht hast, kannst du sie auch selbst in deinem eigenen Tempo durchführen, ohne durch eine Ton-Konserve begrenzt zu sein. Hast du Fragen zur Übung selbst? Bitte nutze die Kommentar-Funktion unten.

 

Schritt für Schritt aufgeschlüsselt:

  1. Du stellst dir das gewünschte Resultat im erfüllten Zustand vor. (im folgenden: >♥<. Das kann dreidimensional und in Multicolor sein, oder – wenn du nicht so ein visueller Typ bist – einfach das Gefühl, was entsteht, wenn du >♥< emfängst.
  2. Spüre, wie sich das anfühlen würde, wenn du die Erfüllung deines Wunsches empfangen würdest. Genieße das Ausmaß zu dem du bereit bist, >♥< zu empfangen (egal, wie groß oder klein es ist). Spüre die Dankbarkeit, >♥< zu empfangen! (Näheres unten)
  3. Lass einen Kreis oder eine Scheibe um die Situation, das Symbol etc. herum entstehen. Spüre noch einmal die Dankbarkeit >♥< zu empfangen und weite dich mit tiefem Einatmen darin aus.
  4. Lass einen Ausschnitt in dem Kreis entstehen, der für den Teil in dir steht, der noch nicht bereit ist, die Erfüllung deines Wunsches zu empfangen; oder der sie nicht für möglich hält.
  5. Gebe deine ganze Aufmerksamkeit in den Ausschnitt, und spüre, wie es sich darin anfühlt. Atme fließend, und verbinde dich mit deiner Bereitschaft, selbst das Schlimmste aus der Versenkung kommen zu lassen. (Mit jedem Anteil von dir, den du in diesem Ausschnitt spürst und annimmst, gewinnst du Raum für die Erfüllung deines Wunsch-Zieles.) Wenn du Samaya gelernt hast, wende es an.
  6. Schaue dir wieder den Kreis an und bemerke, inwiefern sich der Ausschnitt verändert hat. Ist er größer, ist er kleiner geworden? (Näheres unten)
  7. Wiederhole 4. und 5. solange, bis kein Ausschnitt mehr erscheint oder du mit dem gewonnenen Raum zufrieden bist.
  8. Gehe noch einmal »in die Vollen«. Stelle dir dein Ziel im erfüllten Zustand, als Resultat vor; und zwar im vollen Kreis. Spüre die Dankbarkeit, >♥< zu empfangen, in jeder Zelle.
  9. Laß den Kreis wie eine Art Ballon langsam höher steigen, immer kleiner werden … und wenn er dann im Himmel verschwindet, dann mit dem Gefühl, daß er das ganze Universum, alles um dich herum, von der Nachricht erfüllt, dass du jetzt hundertprozentig bereit bist, die Erfüllung deines Wunsch-Zieles zu empfangen.

Anmerkungen

  • Zu Schritt 1: Du kannst dir ein Symbol, eine Situation oder zum Beispiel eine Schrifttafel mit einer Affirmation vorstellen. Häufig gibt es einen unbewußten Herzenswunsch, der für die Seele wichtiger ist als das bewußt gesetzte Ziel. Deshalb ist es manchmal gut, beim ersten Durchlauf deinen wichtigsten Herzenswunsch aus der Versenkung auftauchen zu lassen. Einfach um sich darüber im klaren zu sein und damit er nicht in Konflikt mit deinem bewußt gewählten Ziel tritt. Bei einem zweiten Durchlauf gleich im Anschluß, kannst du dann deine Empfangsbereitschaft für dein bewußt gewähltes Ziel stärken.
  • Zu Schritt 4: Ich stelle mir den Ausschnitt gerne als Tunnel-Eingang zu einer Abenteuerreise vor. Wenn dir in dem Ausschnitt Bilder, Situationen etc. entgegenkommen, spüre, wie sie sich anfühlen, atme und nehme diese Gefühle zu dir. Du kannst in diesen Situationen auch deine ganze Phantasie und Kreativität ins Spiel bringen. Ob du aber in dem Ausschnitt ein genaues Bild, eine graue Fläche, Stimmen oder »nichts Genaues« wahrnimmst, ist vielleicht interessant, aber für die Wirkung unwesentlich. Wesentlich ist, daß du deine Aufmerksamkeit auf den Ausschnitt richtest, deine Gefühle dazu spürst und sie annimmst. So kannst du Anteile von dir mit einbeziehen, die du vorher aus deiner Empfangsbereitschaft ausgegrenzt hattest. Dadurch gewinnst du schichtweise Raum für deine vollständige Empfangsbereitschaft.
  • Zu Schritt 5: Falls der Auschnitt beim ersten Nachschauen größer wird, dann deshalb, weil er sich nun erlaubt, deutlicher zu werden. Ansonsten wird der Ausschnitt immer kleiner, allein dadurch, daß du ihn ein Weilchen bewußt spürst; ein Zeichen für die integrative Struktur dieser Übung und deine Bereitschaft, sie wirken zu lassen.
  • „Ich kann mir keinen Kreis vorstellen!“ Du musst keinen klar umrissenen Kreis oder Ausschnitt sehen. Für den Effekt reicht es, wenn du einen ungefähren Eindruck davon hast. Wenn dir auch das schwer fällt, versuche es mit innerem Dialog. Frage dich selbst, wie viel Prozent Empfangsbereitschaft du hast und gehe damit durch den Ablauf der Übung, indem du die Übung entsprechend anpasst.

 

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