Den folgenden Artikel über Verlassenheit habe ich auf DiePsyche.com gefunden. Er beschreibt einige Zusammenhänge recht gut und ausführlich. Es fehlt aber ein wichtiger Hinweis, der das Heilen von chronischer Verlassenheit erleichtert. Weiter unten gebe ich meinen Kommentar dazu …

„Menschen, deren Leben vom Gefühl der Verlassenheit dominiert wird, glauben, dass sie alle Menschen, die sie lieben, verlieren werden. Sie haben das Gefühl, dass es ihr Schicksal ist, alleine gelassen zu werden und alleine zu bleiben. Dies geht soweit, dass diese Personen auch in gut funktionierenden Beziehungen davon überzeugt sind, dass auch diese Verbindung scheitern wird. Sogar kurze und zeitlich begrenzte physische Trennungen vom Partner werden als problematisch erlebt und von der Überzeugung begleitet, dass der Partner möglicherweise nicht zurückkehren könnte. Diese Menschen klammern sich sehr an jene, die ihnen wichtig sind und machen sich dadurch von ihren Partnern oft emotional abhängig. Letztendlich mündet diese Einstellung im Gefühl der Verzweiflung.In den meisten Fällen entwickelt sich die Angst vor dem Verlassenwerden bereits im frühen Kindesalter, häufig in der Zeit vor dem Spracherwerb. Dies ist auch der Grund, warum Menschen, welche an dieser Angst leiden, keine Erklärung für diese finden. In Situationen, in denen sie mit ihren Befürchtungen konfrontiert werden, reagieren sie völlig kindlich und sind davon überzeugt, dass sie völlig alleine sind und niemand für sie da ist.Personen, die von der Befürchtung des Verlassenwerdens ständig begleitet werden, wurden als Kind oft vernachlässigt oder auch schlecht behandelt. In der Psychologie wird heute angenommen, dass sich Menschen in der Art des Umgangs mit Trennungen unterscheiden. Der Stand der Forschung lässt vermuten, dass es eine biologische Anlage für die Entwicklung solcher Verlustängste gibt. Erlebt ein solches Kind jedoch eine stabile Beziehung zur Mutter und anderen Bezugspersonen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, solch starke Verlustängste und Gefühle der Verlassenheit im Erwachsenenalter zu entwickeln. Derartig starke Gefühle der Verlassenheit treten in der Regel nur in intensiven und intimen Beziehungen auf. Menschen mit solchen Ängsten haben diese Probleme auch in Freundschaften. Natürlich treten dann die Ängste meist in einer weniger starken Form als in intensiven Beziehungen auf. Doch das Verlaufsmuster ist in Freundschaften sowie in Beziehungen sehr ähnlich. Personen, welche das starke Gefühl der Verlassenheit in sich tragen, haben meist emotional unruhige und unbeständige Beziehungen oder vermeiden diese ganz. Schon die kleinste Veränderung beim Partner wird dramatisiert und schürt den Gedanken, verlassen zu werden. Gerade zu Beginn der Beziehung wird oft geklammert und im Laufe der Zeit spielen auch Eifersucht und Besitzgier eine große Rolle. So oder so steht die Gefahr, vom Partner verlassen zu werden, im Mittelpunkt des emotionalen Geschehens. Auffällig ist, dass Menschen mit derartigen Verhaltensmustern, nach Partnern Ausschau halten, bei denen die Hoffnung auf eine stabile Beziehung zwar gerechtfertigt ist, jedoch nicht zwingend in Erfüllung gehen muss. Zweifel sind weiterhin angebracht und es macht oft den Anschein, als ob sich die gemeinten Personen von instabilen Liebesbeziehungen angezogen fühlen. Der Zustand der Instabilität ist ihnen seit der Kindheit bekannt und vertraut. Paradoxerweise ermöglichen sich die Betroffenen durch derartige Beziehungen, dass aus der Kindheit stammende Gefühl, immer wieder zu erleben. Dieses immer wiederkehrende Muster hat eine starke Anziehungskraft auf die Betroffenen und wird als sehr leidenschaftlich erlebt. Doch diese Leidenschaft wird mit dem erfüllenden Gefühl der Liebe verwechselt. Personen, welche oft mit dem Gefühl der Verlassenheit konfrontiert werden, müssen verstehen lernen, dass die Ursache dieses Gefühls weit zurück liegt. Wahrscheinlich ist es wie bereits erwähnt in der Kindheit entstanden. Es kann helfen, zu versuchen, sich diese vergangenen Bilder ins Bewusstsein zu rufen. Gleicht man das Vergangene mit aktuellen, vom Gefühl der Verlassenheit geprägten Ereignissen ab, wird man eine Verbindung herstellen können. Durch die Bewusstwerdung eines immer wiederkehrenden Musters, ist man letztendlich in der Lage, derartige Lebenssituationen besser zu erkennen und zu ändern. …“ Link zum Original-Artikel

Hier möchte ich etwas entscheidendes hinzufügen: Wenn wir tiefe Wunden von Verlassenheit in uns tragen, ist es schwierig, einfach durch das Erkennen eines wiederkehrenden Musters die Wiederholung zu vermeiden. Es braucht unbedingt die Heilung dieser Wunde auf der Gefühls-Ebene. Mit den neuen Erkenntnissen über die so genannten „negativen Gefühlen“ ist das auch nicht so schwer wie man sich das gemeinhin vorstellt. Mehr zur emotionalen Heilung solcher und anderer emotionalen Wunden hier Mehr aus dem Weltweiten Web zum Thema Verlassenheit: Geborgen in der sanften Kraft | Unsere neue Erde neueerde.wordpress.com5/22/11 manchmal wenn es dunkel wird, Du tiefsten Schmerz des Verlustes und der Verlassenheit spürst. Dein Verzweiflungsgrad kaum noch zu ermessen ist. Du so voller Schmerz bist, das Du vielleicht lieber nicht mehr im Leben Einsamkeit – Tagtraum Ein Video zu einer Geschichte, nichts besonderes. Tagtraum Es ist Dienstag, 17:18 Uhr, und wahrscheinlich wieder einer der langweiligsten seiner Gattung. Ich sitze auf meinem Bett und versuche mich aufzuraffen endlich was zu tun, aber irgendwie schei…  

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