(Noch in Arbeit)

Kollektive Existenzangst

In unserer modernen Gesellschaft gibt es eine Art von Angst, die besondere Beachtung verdient. Auf der individuellen Ebene zeigt sie sich in der bangen Frage, ob die eigene Existenz gesichert ist. Bleibt das eine persönliche Sorge um den eigenen Arbeitsplatz, die Anzahl der Kunden oder die Alterssicherung, gibt uns die Angst Energie, um unser Leben in die eigene Hand zu nehmen und umsichtig zu handeln

Oft wird die private Sorge um die eigene Existenz jedoch zusätzlich von einer viel umfassenderen Angst gespeist. Ich nenne sie auch „kollektive Existenzangst“ und meine damit die Befürchtung, nicht nur unsere persönliche Absicherung, nein, das ganze System, in das wir eingebunden sind, könnte zusammmenbrechen.
An dieser Stelle wird dann unsere persönliche Sorge durch eine Ebene aufgeladen, auf der unsere ganze Gesellschaft von einer untergründigen Angst durchzogen ist. Das Problem damit ist, dass es diese Angst so schwer hat, einen Ansatzpunkt für gezieltes Handeln zu finden. Was meine ich damit?

Als wir noch in Sippen und Stämmen zusammen lebten, gab es ebenfalls Unsicherheit, Knappheit und Not. Die Angst, nicht zu überleben, führte jedoch dazu, dass wir uns inniger mit den Quellen des Lebens verbanden. Wir erweiterten unsere Kenntnisse über essbare Pflanzen und den Mondzyklus und brachten Techniken und Werkzeuge hervor, wie Feuermachen und Pfeil und Bogen. Später entwickelten wir indirektere Systeme unsere Existenz zu sichern, wie Landwirtschaft und Viehzucht. Aber auch hier: Kam es zu Dürren oder Plagen, hatte unsere Existenzangst Ansatzpunkte in der Natur. Wir lernten, Wasseradern aufzuspüren, wir entwickelten Techniken des Brunnenbaus, und wir erhöhten die Vielfalt unserer Lebensmittel.

Heutzutage hängt unsere Existenz von Systemen ab, die so weit von den Quellen des Lebens entfernt sind und so komplex, dass wir sie kaum durchschauen und noch weniger beeinflussen können. Krisen, die von Spekulanten in entfernten Kontinenten ausgelöst werden, können in „Echtzeit“ um den Globus rasen und nicht nur unseren Arbeitsplatz, sondern unsere gesamte Existenz gefährden. Eine erste Reaktion auf deshalb aufkeimende Existenzangst ist, dass wir versuchen, uns noch stärker in dieses krisenanfällige System einzubinden. Wir machen einen Fortbildungskurs nach dem anderen und versuchen, bei unseren Arbeitgebern und der für uns maßgeblichen Gruppe einen guten Ruf zu erlangen. Vielleicht gelingt es uns so, einen besseren Arbeitsplatz zu ergattern, aber ist er auch sicher? Die nächste technische Innovation oder die nächste Krise könnte unseren Arbeitsplatz vernichten.
Ein untergründiger Zweifel wird also weiter an uns nagen und unser Gefühl von Sicherheit untergraben. Einfach, weil das System, von dem wir abhängen, so undurchschaubar ist und so unstabil erscheint.
Zusätzlich kommt hinzu, dass wir mit einer Fülle von widersprüchlichen Informationen über dieses undurchschaubare System überschwemmt werden. Viele erfahren von der Schuldenkrise in dominanten Wirtschaftszonen und fragen sich: Steht ein neuer Crash bevor? Und wenn ja, wann wird er kommen? Und wird er so schwer sein, wie die Weltwirtschaftskrise 1929?

Und zugespitzt wird diese kollektive Unsicherheit dadurch, dass wir als Menschheit nicht nur diese komplexen und undurchschaubaren Systeme geschaffen haben, sondern dass diese auch noch die Quellen des Lebens selbst gefährden. Wir sind vielleicht noch nicht direkt davon betroffen, aber wenn wir uns nicht von diesen Nachrichten fernhalten, erfahren wir von den Auswirkungen.

Eine grundsätzliche Ebene der kollektiven Existenzangst in unserer Gesellschaft betrifft die Quellen des Lebens und unserer Zukunft als Menschheit ganz direkt. Wir hören, dass unsere Biosphäre an einem fulminanten Artensterben leidet. Wir erfahren, in welchem Tempo fruchtbarer Boden zurückgeht und die Verwüstung fortschreitet. Und wenn uns klar wird, dass Trinkwasser weltweit knapper wird und dass die Klimakrise all diese Faktoren verschärft, dann schürt das untergründig unsere Existenzangst.

Hilflosigikeit.

Was tun, wenn wir von kollektiver Existenzangst betroffen sind?
Es gibt drei Hauptarten, wie wir versuchen, damit umzugehen.
Erstens: Abspalten. Wir versuchen, nicht hinzuhören, wenn es um dieses Thema geht. Oder wir „vergessen“ es rasch wieder und gehen zur Tagesordnung über, „da wir ja doch nichts tun können“. Das Abspalten trennt uns von unserer Verbindung zur Erde, es stärkt die innere Trennung und schiebt die Angst um unsere Erde nur ein paar Stockwerke tiefer. Gleichzeitig werden wir dadurch noch stärker zum Teil des Problems. Joana Macy hat in diesem Zusammenhang sinngemäß gesagt: Die größte Gefahr geht nicht von

Zweitens: Zur Alarmglocke werden. Wir realisieren das Alarmierende an unserer Situation als Menschheit und halten die Apathie, die wir darüber um uns herum sehen, nicht aus. Wir entscheiden uns, dieses Thema in den Mittelpunkt unserers Lebens zu stellen. Und sprechen darüber, ob andere es hören wollen oder nicht, wir identifizieren uns mit einer bestimmten Version von Weltretter – und erzeugen widerum Trennung von denen, die einen anderen Weg gehen.

Drittens wir schwanken zwischen den zwei Polen: Mal spalten wir das Thema ab, dann wieder lassen wir es zu von dem Thema alarmiert zu sein und werden vielleicht sogar aktiv. Dann verzweifeln wir wieder an der Hilflosigkeit und drücken sie wieder weg.

Sinnvoller ist ihr einen Platz zu geben, den wir bewusst gestalten.

Existenzangst kollektiv. Viele schwanken zwischen zwei Polen: Wegdrücken oder zeitweise hochkommen lassen und dann an Hilflosigkeit verzweifeln und wieder wegdrücken. Sinnvoller ist ihr einen Platz zu geben, den wir bewusst gestalten.

Wir sehen die Gefahr, die auf uns zukommt. Wir entspannen in der Gegenwart und handeln von da aus. Konkret: Wir genießen das Leben in dem Wissen, dass es genau darum geht, unsere Verbindung mit dem Leben und seinen Quellen zu vertiefen und zu verteidigen. Zu verteidigen gengenüber unserer Tendenz alles nur zweckmäßig und zielgerichtet zu sehen. Wenn wir bezogen auf die Krise handeln tun wir das in diesem Geiste. So kann ein Aktivismus enstehen, der nicht widerum abgetrennt und

Eins ist klar. Es nützt nichts, wenn wir die Angst wegdrücken, und es ist nicht zielführend wenn wir auf die Gefahr starren und dabei die Fähigkeit, das Leben in der Gegenwart zu genießen, verlieren. Sinnvoller ist, ihr einen Platz zu geben, den wir bewusst gestalten. Wir entspannen in der Gegenwart und handeln von da aus. Konkret: Wir genießen das Leben in dem Wissen, dass es genau darum geht, das Leben zu verteidigen. Zu verteidigen gengeneüber unserer Tendenz, alles nur zweckmäßig und zielgerichtet zu sehen. Wenn wir bezogen auf die Krise handeln tun wir das in diesem Geiste. So kann ein Aktivismus enstehen, der nicht widerum abgetrennt und

Wir sehen die Gefahr, die auf uns zukommt. Wir entspannen in der Gegenwart und handeln von da aus. Konkret: Wir genießen das Leben in dem Wissen, dass es genau darum geht, das Leben zu verteidigen. Zu verteidigen gengeneüber unserer Tendenz alles nur zweckmäßig und zielgerichtet zu sehen. Wenn wir bezogen auf die Krise handeln tun wir das in diesem Geiste. So kann ein Aktivismus enstehen, der nicht widerum abgetrennt und

Eins ist klar. Es nützt nichts, wenn wir die Angst wegdrücken, und es ist nicht zielführend wenn wir auf die Gefahr starren und dabei die Fähigkeit, das Leben in der Gegenwart zu genießen, verlieren. Sinnvoller ist, ihr einen Platz zu geben, den wir bewusst gestalten. Wir entspannen in der Gegenwart und handeln von da aus. Konkret: Wir genießen das Leben in dem Wissen, dass es genau darum geht, das Leben zu verteidigen. Zu verteidigen gengeneüber unserer Tendenz, alles nur zweckmäßig und zielgerichtet zu sehen. Wenn wir bezogen auf die Krise handeln tun wir das in diesem Geiste. So kann ein Aktivismus enstehen, der nicht widerum abgetrennt und

Eins ist klar. Es nützt nichts, wenn wir die Angst wegdrücken, und es ist nicht zielführend wenn wir auf die Gefahr starren und dabei die Fähigkeit, das Leben in der Gegenwart zu genießen, verlieren. Sinnvoller ist, ihr einen Platz zu geben, den wir bewusst gestalten. Wir entspannen in der Gegenwart und handeln von da aus. Konkret: Wir genießen das Leben in dem Wissen, dass es genau darum geht, das Leben zu verteidigen. Zu verteidigen gengeneüber unserer Tendenz, alles nur zweckmäßig und zielgerichtet zu sehen. Wenn wir bezogen auf die Krise handeln tun wir das in diesem Geiste. So kann ein Aktivismus enstehen, der nicht widerum abgetrennt und

Eine Antwort nicht mehr nur als Arbeitnehmer und generell als Empfänger von Sicherheit zu definieren, sondern noch stärker als Protagonist. Information, mehrere Einkommensquellen, Verbindung mit anderen. Die Aufgabe der Existenzangst sich informieren und soviel wie möglich zu durchschauen.

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